Nathan der Weise
23.01.2010 - 24.04.2010
Zu Recht ist Lessings »Nathan der Weise« eines der wichtigsten Stücke der deutschsprachigen Literatur, beweist es doch vor allem in Zeiten wieder entbrannter Religionskriege seine seit über zwei Jahrhunderten ungebrochene Aktualität. Der reiche Jude Nathan, genannt »der Weise«, ist gerade in seine Heimatstadt Jerusalem zurückgekehrt und erfährt, dass seine Tochter Recha von einem christlichen Tempelherrn vor dem Feuertod gerettet worden ist und dass ihn der Sultan Saladin sprechen möchte. Der Sultan, der Geldsorgen hat, gibt vor, Nathans bekannte Weisheit zu testen und fragt nach der »wahren Religion«. Nathan antwortet mit der berühmten Ringparabel. Saladin versteht schnell die Botschaft von der Gleichberechtigung der drei monotheistischen Religionen und zeigt sich tief beeindruckt von Nathans Klarsicht und Großzügigkeit. Als sich der Tempelherr unterdessen in Recha verliebt und ihre wahre Herkunft ans Licht kommt, wird die Lehre der Parabel – Humanität und Toleranz gegenüber anderen Religionen – noch einmal verdeutlicht.
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Sa 23.01., Di 26.01., Sa 06.02., Di 09.02., Do 11.02., Mi 24.02., Fr 12.03., Sa 13.03., Di 16.03., Mi 24.03., Do 25.03., Fr 09.04., Fr 23.04., Sa 24.04.






