Liliom
12.03.2010 - 15.04.2010
Liliom, ein rauer Habenichts und Dienstmädchenschwarm, gibt seine Stelle als Ausrufer und „Hutschenschleuderer“ bei der Karussellbesitzerin Muskat auf, um mit dem Dienstmädchen Julie ein neues Leben zu beginnen. Die beiden heiraten und finden in der Bretterbude des Schnellfotografen Hollunder Unterschlupf, wo sie fortan in Armut leben. Voll unausgesprochener Liebe im Herzen und aus Kummer über ihre Not wird Liliom seiner Frau gegenüber immer wieder gewalttätig. Als Julie ein Kind erwartet, lässt er sich zu einem Raubüberfall verleiten, der jedoch misslingt. Liliom ersticht sich, um der Verhaftung zu entgehen, und muss vor das himmlische Selbstmördergericht treten. Auch dort weigert er sich trotzig, seine Liebe zu Julie zu gestehen. Nach sechzehn Jahren im Fegefeuer erhält er die Erlaubnis, für einen Tag auf die Erde zurückzukehren und seine Läuterung zu beweisen, indem er seiner Tochter Luise etwas Gutes tut. Er gibt sich als Freund des verstorbenen Liliom aus, wird jedoch von Julie aus dem Haus gewiesen, als er Luise erzählt, was für ein schlechter Mensch ihr Vater gewesen sei. Als die Tochter schließlich sein Geschenk, einen vom Himmel gestohlenen Stern, zurückweist, schlägt Liliom nach ihr und hat damit seine Chance auf Wiedergutmachung vertan.
Molnárs „Vorstadtlegende in 7 Bildern und einem szenischen Prolog“, eine Mischung aus Volksstück, Sozialdrama und Märchen, wurde am 7. Dezember 1909 in Budapest uraufgeführt. Seine Erfolgsgeschichte begann mit der deutschsprachigen Erstaufführung einige Jahre später im Theater in der Josefstadt. Liliom wurde 1934 von Fritz Lang verfilmt und diente 1945 als Vorlage für das erfolgreiche Broadway-Musical Carousel.
Regie führt Viktor Bodó, der mit seiner Alice-Inszenierung in der Spielzeit 07/08 groß auftrumpfte: Nestroy Preis 2008 für die beste Ausstattung, u. a. Einladung zum young Directors Project der Salzburger Festspiele 2009 und dem Radikal Jung Festival München 2008.
Foto ©Peter Manninger
Molnárs „Vorstadtlegende in 7 Bildern und einem szenischen Prolog“, eine Mischung aus Volksstück, Sozialdrama und Märchen, wurde am 7. Dezember 1909 in Budapest uraufgeführt. Seine Erfolgsgeschichte begann mit der deutschsprachigen Erstaufführung einige Jahre später im Theater in der Josefstadt. Liliom wurde 1934 von Fritz Lang verfilmt und diente 1945 als Vorlage für das erfolgreiche Broadway-Musical Carousel.
Regie führt Viktor Bodó, der mit seiner Alice-Inszenierung in der Spielzeit 07/08 groß auftrumpfte: Nestroy Preis 2008 für die beste Ausstattung, u. a. Einladung zum young Directors Project der Salzburger Festspiele 2009 und dem Radikal Jung Festival München 2008.
Foto ©Peter Manninger
Ortsangaben
Schauspielhaus
8010 Graz
8010 Graz
Kontakt
Termine
Fr 12.03., Sa 13.03., Fr 19.03., Di 23.03., Mi 31.03., Mi 14.04., Do 15.04.






