Imperium
11.02.2010 - 24.03.2010
Wessely, ein erfolgreicher Bordellbesitzer, hält die Fäden, an denen sein geschäftliches und privates Imperium hängt, fest in den Händen. Alles ist erreicht, die Konten sind prall gefüllt, seine elf Vergnügungsetablissements blühen. Wesselys Frau, eine ehemals berühmte Tänzerin, hat durch ihr Grundkapital das Imperium mitbegründet. Ihre gemeinsame Tochter studiert Cello und soll ebenfalls Künstlerin werden. Bei einer Routineuntersuchung wird Wessely mit der Diagnose einer unheilbaren und schnell fortschreitenden Krankheit konfrontiert. Mit dem Wissen um seinen baldigen Tod nimmt er sich selbst und sein Umfeld zum ersten Mal mit geschärften Sinnen wahr: Sein Geschäft ist schon längst von der Übernahme durch Investoren bedroht, im Zentrum der Verschwörung steht seine langjährige Geliebte Anita. Zum ersten Mal in seinem Leben richtet dieser Prototyp eines männlichen Super-Egos seinen Blick nach innen. Diese innere Welt beginnt Realität anzunehmen und die äußere zu überwuchern. In der Arztpraxis begegnet Wessely einer Frau, die ihn stark an seine frühere Geliebte Xenia erinnert – ebenso wie der junge Doktor plötzlich eine gespenstische Ähnlichkeit mit seinem engsten Mitarbeiter aufweist. Er taucht ein in diese zweite Welt, in der die Frauen seines Lebens – allen voran Xenia – die Führung übernehmen. Sie ergreift mehr und mehr Besitz von ihm und zeigt ihm schließlich den Weg, die Grenze vom Leben zum Tod zu überschreiten.
Auf raffinierte Weise formuliert Spielmann in der Figur des Wessely zentrale Fragen über den Bewusstseinszustand einer nach wie vor männlich dominierten Gesellschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts: Wie verhalten sich Menschen, wenn ihr ausschließlicher Motor das Ego ist, wenn die Wahrnehmung von Welt und Ich ausschließlich gesteuert ist vom Aspekt der maximalen Profitorientierung? Und was passiert, wenn sich etwas nicht in diese Welt integrieren lässt – wie Krankheit und Tod? Peter Simonischek spielt die Rolle des Wessely und ist damit auch in dieser Spielzeit auf der Bühne desSchauspielhauses zu sehen. Regie führt Götz Spielmann selbst.
Foto ©Peter Manninger
Auf raffinierte Weise formuliert Spielmann in der Figur des Wessely zentrale Fragen über den Bewusstseinszustand einer nach wie vor männlich dominierten Gesellschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts: Wie verhalten sich Menschen, wenn ihr ausschließlicher Motor das Ego ist, wenn die Wahrnehmung von Welt und Ich ausschließlich gesteuert ist vom Aspekt der maximalen Profitorientierung? Und was passiert, wenn sich etwas nicht in diese Welt integrieren lässt – wie Krankheit und Tod? Peter Simonischek spielt die Rolle des Wessely und ist damit auch in dieser Spielzeit auf der Bühne desSchauspielhauses zu sehen. Regie führt Götz Spielmann selbst.
Foto ©Peter Manninger
Ortsangaben
Schauspielhaus
8010 Graz
8010 Graz
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Termine
Do 11.02., Sa 13.02., Di 23.02., Fr 26.02., Mi 17.03., Do 18.03., Mi 24.03.






